In Polen kann man gut allein sein.
Polen ist sehr poetisch, mal romantisch und kitschig, mal trist und unheimlich, aber nie langweilig oder eintönig. Ich genieße es sehr, durch Polen zu reisen, mit dem Auto zu fahren, ohne vorher die Route genau festzulegen. Stundenlang über nahezu verlassene Straßen zu fahren, immer auf der Suche nach der nächsten interessanten Szene.
Die Leute auf der Straße verstehen einen oft nicht, sprechen aber einfach weiter auf polnisch. Man fühlt sich ein bisschen verloren, aber auf eine gute, unbeschwerte Weise.
Die Tage vergehen schnell. Obwohl man morgens früh aufsteht, geht die Sonne doch immer gefühlt viel zu früh unter. Man hat vier Fotos gemacht und ist trotzdem komplett fertig, aber dafür hat es sich gelohnt. Jetzt ist es 17:30, draußen ist es stockfinster, man macht sich noch eine Packung Pieroggi, isst ein paar saure Gurken und trinkt ein paar kalte Biere. Als Absacker gibt es vielleicht noch einen Haselnussvodka und danach polnisches Fernsehen. Nachts wacht man einmal auf und wirft einen nervösen Blick aus dem Fenster, ob der Wagen noch vor der Tür steht, aber wie immer ist er noch da. Sobald ich zuhause bin, vermisse ich Polen meistens schon wieder.
Es gibt noch viel zu entdecken, viele Straßen abzufahren und ich freu mich schon drauf.
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